R E Q U I E M F O R A W O M A N

EXHIBITION /// MEHRTEILIGE WANDINSTALLATION / MULTI-PART WALL INSTALLATION
148 CHIFFONTÜCHER à ca. 33 x 33 cm, 5 STATIONEN / 148 CHIFFON CLOTHES, each approx. 33 x 33 cm (13 x 13″)

Beitrag zur Ausstellung „Erbsen zählen“ als Begleitprogramm zum Theaterstück „Woyzeck“ von Georg Büchner
Samstag, 28. Februar – Donnerstag, 28. Mai 2026, Landestheater Linz, Beteiligung

Im Zuge der Lehrveranstaltung „Stage Design“ unter der Leitung von Stefan Brandtmayr, begleiteten Studierende der Kunstuniversität Linz und ich, als geladene Gastkünstlerin, die Theaterproduktion „Woyzeck“ und erarbeiteten eigene Projekte zu Motiven aus Georg Büchners Dramenfragment und Gerhild Steinbuchs Zusatztext, der zeigt, „wie tiefgreifend die Erfahrung von sexualisierter Gewalt die Wahrnehmung von Körper, Seele und Welt prägt“1.

Die Ausstellung wurde während des Vorstellungszeitraums von „Woyzeck“ zu den regulären Öffnungszeiten im Foyer des Schauspielhauses gezeigt.

Mehr Infos zum Stück finden Sie hier.


Requiem for a Woman

Das Stück „Woyzeck“ endet mit einem Femizid. Dies ist auch Thema der mehrteiligen Wandinstallation „Requiem for a Woman“. Die Arbeit basiert auf der Femizid-Statistik der Autonomen Österreichischen Frauenhäuser und übersetzt Zahlen in eine räumliche Geste des Gedenkens. Für jedes Opfer wird ein schwarzes Chiffontuch angebracht, wodurch jedes Jahr (2020 bis 2025) eine eigene visuelle Einheit bildet. Diese sechs Stationen ziehen sich über das gesamte Foyer vom Erdgeschoß bis zum zweiten Stock. Jedes Tuch wurde an einer Ecke von Hand mit einem kleinen weißen Kreuz bestickt. Die schlichte, wiederholte Form macht das Ausmaß der Gewalt still und eindringlich sichtbar. (Text zur Ausstellung, ergänzt)


[1] https://www.landestheater-linz.at/stuecke/detail?ref=202520261827